Das historische Vornamentool - Hivoto - ist veröffentlicht!

Die TA2 hat ein neues Service-Tool zur Arbeit mit Personendaten veröffentlicht

Mit dem historischen Vornamentool – kurz hivoto – kann Vornamen jeweils ein wahrscheinliches Geschlecht sowie eine Normbezeichnung zugewiesen werden.

hivoto wurde im Vorfeld der DHd in Wien online publiziert und im Rahmen der Tagung mit einem Vortrag präsentiert und steht ab sofort in Radar4Memory zur Verfügung. Der Datensatz kann hier zusammen mit einer Dokumentation als CSV- und SAV-Datei heruntergeladen werden.

Darüber hinaus werden Normschreibungen sowie Schreib- und Sprachvarianten in FactGrid eingespeist und stehen dort zur weiteren Nutzung und Vernetzung zur Verfügung.

Insbesondere für genderbezogene Fragestellungen, die mittels serieller Quellen bearbeitet werden, bietet das Tool eine praktische Hilfe.

Auf Basis der Vornamen kann mit hivoto ein wahrscheinliches Geschlecht ermittelt und dabei auch Unsicherheiten abgebildet werden.

Insbesondere die historischen Schreibvarianten, Fehlschreibungen und Abkürzungen im Datensatz bieten dabei einen Vorteil gegenüber Vokabularen, die ausschließlich Normschreibungen enthalten.

Die zugrunde liegenden Vornamensvarianten entstammen überwiegend deutschsprachigen handschriftlichen sowie gedruckten Quellen aus dem Zeitraum vom 17. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Das Tool basiert insgesamt auf rund 202.000 historischen Schreibungen von Vornamen, die derzeit in etwa 18.000 Normschreibungen zusammengefasst sind.

Damit dient hivoto zugleich der Normierung historischer Vornamen. Diese hilft dabei, Datenbestände vergleichbar, disambiguierbar und nachhaltig anschlussfähig zu machen. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für die Verknüpfung mit kontrollierten Vokabularen und Linked Open Data sowie für die Nachnutzung der Daten in unterschiedlichen Forschungszusammenhängen. Darüber hinaus ist das Tool auch für die Identifizierung historischer Personen hilfreich, da historische Schreibungen von Vornamen über eine Normschreibung gematcht werden können.

An der Normierung und ihrer Granularität wird kontinuierlich weitergearbeitet – zukünftige Versionen sind bereits in Planung.