NFDI4Memory PnDH Retreats

Gemeinsam vor Ort für digitalhistorisches Promovieren

 

Das NFDI4Memory Promovierendennetzwerk  (PnDH) veranstaltet jährliche Retreats, die einen geschützten Raum für die intensive Diskussion laufender und geplanter historischer Dissertationsprojekte bieten. Gemeinsam soll die Zukunft der Promotionskultur in der Digital History gestaltet werden.

Die jährlich stattfindenden Retreats des PnDH richten sich an alle, die digitale geschichtswissenschaftliche Promotionsprojekte durchführen, d.h. datenbasiert oder mit digitalen Methoden arbeiten. Neue Mitglieder sind dabei jederzeit herzlich willkommen. Die mehrtägigen Retreats bieten allen einen Raum, direkt tief einzusteigen in die Diskussion und voneinander zu lernen.

Niemand muss dabei Expert:in in digital-historischen Bereichen sein. Die Retreats richten sich auch explizit an Promovierende, die mit ihrem Dissertationsvorhaben gerade erst in die digital-historische Arbeit einsteigen. Genauso sind auf der anderen Seite weit fortgeschrittene Promovierende herzlich eingeladen, ihre Expertise bzw. bereits gemachten Erfahrungen einfließen zu lassen.

Die Kosten für die Unterkunft beim Retreat übernimmt NFDI4Memory komplett für alle Teilnehmer:innen. Die entstandenen Fahrtkosten werden im Nachgang vollumfänglich erstattet. Die Ausschreibung für das nächste Retreat wird im Frühjahr/Sommer u.a. über die NFDI4Memory Kanäle geteilt. Gerne können jederzeit alle Fragen rund um das Netzwerk und die Retreats unter promovierende.4memory.ifg(at)hu-berlin.de  gestellt werden.

Rückblick auf die bisherigen Retreats

Im Oktober 2025 trafen sich die elf Teilnehmer:innen in Caputh, Brandenburg, unweit von Berlin. In Austauschformaten lernten sich alle mit ihren Projekten kennen, um dann voll in die inhaltliche Diskussion zu einzelnen Dissertationsprojekten und der Promotionskultur in der Digital History im allgemeinen einzusteigen. Der Fokus lag in diesem Jahr auf dem (geschichts-)wissenschaftlichen Arbeiten mit LLMs, Geodaten, Handschriftenerkennung, historischen Netzwerken, Wissensgraphen. Auch die praktische Anwendung von Software wie Obsidian und Programmen für verschiedene Visualisierungsmöglichkeiten wurde ausgetestet. Die nächsten Schritte des Netzwerks waren ebenfalls ein Thema bei traumhaftem Blick über den Schwielowsee.

2024 ging es in 14-köpfiger Besetzung zum Kick-off-Retreat nach Temnitzquell-Netzeband in Brandenburg. Bei diesem ersten Treffen wurde schnell klar, dass es ein sehr breites Spektrum an Ideen gab, was „digitalhistorisches Promovieren“ eigentlich ist bzw. sein soll. Die vielen Ideen und Diskussionen flossen am Ende des Retreats in einen Rohentwurf für ein detaillierten White Paper, das sich sowohl an Promovierende selbst, als auch an die jeweiligen Betreuer:innen und Institutionen richtet. Die finale Fassung wurde auf Zenodo publiziert und wurde bereits (Stand Januar 2026) über 1000 mal heruntergeladen.