VH|D|igital

Vortragsreihe zu Forschungsdaten, Ethik und Recht in der digitalen Geschichtswissenschaft

Die Vortragsreihe VH|D|igital wendet sich an die gesamte Geschichtscommunity. Auf Augenhöhe und offen für jede:n will sie Ausgangspunkt für Diskussionen rund um die Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter sein. Die Vortragenden führen dabei in ethische und rechtliche Fragestellungen ein, die es uns ermöglichen, das formale Konstrukt der digitalen Geschichtswissenschaft mit Leben zu füllen.

 

Die Vortragsreihe wird von der NFDI4Memory Task Area Data Culture und somit durch den Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) und der Humboldt Universität zu Berlin/Digital History Professur organisiert. Sie findet zwei Mal jährlich digital statt; eine Anmeldung im Vorfeld ist nicht notwendig. Die Beiträge werden – vorbehaltlich der Zustimmung aller Beteiligten – im Nachgang als Mitschnitt allen Interessierten zugänglich gemacht.

Die Reihe eröffnete Andreas Fickers (C2DH) mit seinem Vortrag „Digitale Geschichtswissenschaft - quo vadis?“ Er warf bei seiner Bestandsaufnahme sowohl einen Blick zurück, um Aspekte zu identifizieren, die uns in der (digitalen) Geschichtswissenschaft schon seit einigen Jahren begleiten, als auch einen Blick nach vorne, welche Themen die Geschichtscommunity durch aktuelle digitale Entwicklungen bald beschäftigen werden.

Die zweite Ausgabe von VH|D|igital widmete sich in einer Podiumsdiskussion dem Thema „#GreenDH: Ökologische Herausforderungen und digitale Geschichtswissenschaft“. Die Podiumsdiskussion hat sich unter Moderation von Mareike König (DHI Paris) aus interdisziplinären Blickwinkeln dem ökologischen Fußabdruck digitaler Praktiken in der Geschichtswissenschaft genähert.

In der dritten Ausgabe ging es mit Michael Friedewald (Fraunhofer-Insitut für System- und Innovationsforschung ISI) um die Frage, wie zugänglich die europäischen Archive im digitalen Zeitalter eigentlich sind. Konkret wurden Herausforderungen benannt, vor denen die Archivmitarbeitenden stehen, wenn sie Bestände digital zugänglich machen wollen.

Die vierte Veranstaltung am 4. März 2026 trug den Titel „Hausarbeiten mit einem Klick? KI und akademische Integrität in der Geschichtswissenschaft“. Gemeinsam mit der Referentin Patricia Wohner (hanke teachertraining) ging es um die Einordnung der aktuellen Situation in der Hochschullehre und die Frage, wie KI in Prüfungsformaten und beim wissenschaftlichen Arbeiten konstruktiv und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann.

Die weiteren Veranstaltungen stehen auch bereits fest: Am 10. Juni 2026 zeigen Thomas Henne (Archivschule Marburg), Esther Howell (Institut für Zeitgeschichte München) und Malte Vogl (Max-Planck-Institut für Geoanthropologie) praktische und skalierbare Lösungsansätze im Umgang mit Personendaten (Einwahllink). Am 14. Oktober 2026 leuchten Almut Leh (FernUniverstität in Hagen) und Verena Lucia Nägel (Freie Universität Berlin) die ethischen und rechtlichen Dimensionen digital zugänglicher Oral History-Interviews aus. Mit der Vorstellung eines Tools zur halbautomatischen Anonymisierung von audiovisuellen Quellen wird es diesmal auch wieder praktische Hilfestellungen geben. (Einwahllink) Beide Veranstaltungen beginnen um 16:00 Uhr und werden im Nachgang als Mitschnitt zugänglich gemacht.