NFDI4Memory Community Forum
25.11.2026 in München
Das vierte NFDI4Memory Community Forum findet am 25.11.2026 im Vorfeld der Konferenz “Das Digitale Objekt” (26.-27.11.2026) am Deutschen Museum in München statt. Das 4Memory Community Forum richtet sich an alle Interessierten, die mehr über die Arbeit des NFDI-Konsortiums der historisch arbeitenden Geisteswissenschaften erfahren wollen.
Angeboten werden insgesamt sieben Workshops, Paneldiskussionen und Vorträge, bei denen die Teilnehmenden mehr über das Arbeitsprogramm und die Dienste von 4Memory erfahren und selbst aktiv werden können. Zudem wird die Postersession am Nachmittag die Möglichkeit zum Austausch und der Vernetzung bieten.
Für alle, die nicht nach München kommen können, aber dennoch am Community Forum teilnehmen möchten, gibt es drei Formate zur digitalen Teilnahme:
- Paneldiskussion: Provenienz interdisziplinär: Herkunftskontexte in den Perspektiven von Forschung, Archiv und Ontology Engineering
- Workshop: Eine föderierte Forschungsdateninfrastruktur für die Geschichtswissenschaft: Use Cases aus NFDI4Memory Data Space und RADAR4Memory
- Workshop: Wissen teilen, Datenkompetenzen stärken! Bildungsmaterialien für den HISTOFOX erstellen
Die Teilnahme am Community Forum ist kostenfrei, für Verpflegung ist gesorgt.
Eine Voranmeldung für die Teilnahme (sowohl in Präsenz als auch digital) ist bis zum 18.11.2026 verpflichtend.
Das Programm des Community Forums:
09:00 - 09:30 Check-in
Ort: Deutsches Museum, Auditorium
09:30 - 09:50 Begrüßung
Ort: Deutsches Museum, Auditorium
10:00 - 11:15 Session 1
Der NFDI4Memory Data Space ist eine föderierte und API-gesteuerte digitale Infrastruktur, die Forschenden in den historisch arbeitenden Geisteswissenschaften einen nahtlosen Zugang zu heterogenen Forschungsdaten und Diensten bieten soll. Eine Schlüsselkomponente des NFDI4Memory Data Space ist die Integration wesentlicher Forschungsdatendienste, sog. Key Services, und Datensammlungen. Einer dieser Dienste ist RADAR4Memory, ein maßgeschneidertes Angebot zur zuverlässigen und niederschwelligen Publikation von Forschungsdaten der Geschichtswissenschaften auf Basis des etablierten Forschungsdatenrepository RADAR.
Anhand von konkreten Use Cases werden wir das Potential von NFDI4Memory Data Space und RADAR4Memory darstellen und im Plenum über Bedarfe und Weiterentwicklungspotentiale diskutieren.
Sessionleitung: Sandra Göller (FIZ Karlsruhe), Timo Holste (Landesarchiv Baden Württemberg)
Ort: Deutsches Museum, Auditorium
Hybride Teilnahme möglich, Link nach Anmeldung
Viele stellen sich in ihrem historisch-orientierten Arbeitsalltag ethische und rechtliche Fragen, wenn sie digitale Ansätze wählen: Wieso können Metadaten „unethisch“ sein – und in welchem Umfang kann man beim historischen Forschen, Vermitteln und Zugänglichmachen sensibel handeln? Wann und wie sollte ich meine eigene Stellung als Forscher:in oder Archivar:in reflektieren und offenlegen? Gibt es historisches Material, das nicht uneingeschränkt online zugänglich sein sollte?
Mit ELSA4Memory arbeitet bei NFDI4Memory eine Expert:innenrunde an einer Handreichung zu genau solchen juristischen und ethischen Themen mit dem Ziel, die ethische und rechtliche Urteilskraft von Forschenden, Lehrenden und Studierenden zu stärken. Im Workshop werden Themen daraus aufgegriffen und zusammen mit den ELSA4Memory-Mitgliedern Esther Howell, Mario Kliewer und Cosima Wagner sowie dem Referenten für KI des Historischen Seminars der LMU, Sebastian Kubon, lösungsorientiert gemeinsam diskutiert. Denn am Ende brauchen wir alle ein „Grundgerüst“, das wir auf eigene Projekte übertragen können.
Sessionleitung: Esther Howell (Institut für Zeitgeschichte München), Mario Kliewer (Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen), Cosima Wagner (Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin)
Ort: Forschungsinstitut DM, Seminarraum 1– Maximal 40 Personen
In unserem Workshop möchten wir unsere Erfahrungen mit der Implementierung von Normdatenvokabularen bei den Bayerischen Staatlichen Museen & Sammlungen vorstellen und mit der Community diskutieren.
Der Schwerpunkt liegt auf der praxisnahen Einführung unter strategischen Gesichtspunkten sowie der praktischen Umsetzung. Dabei hoffen wir auf einen fruchtbaren Austausch zu unseren Entscheidungsprozessen und Umsetzungsschwierigkeiten.
Sessionleitung: Matthias Göggerle, Nina Maria Reichel (beide Museumsagentur Bayern)
Ort: Forschungsinstitut DM, Seminarraum 2 – Maximal 20 Personen
Dieser Workshop bietet Historiker:innen ohne Vorkenntnisse eine fundierte und praxisnahe Einführung in die 3D-Digitalisierung von Sammlungsobjekten.
Am Beispiel konkreter Projekte des Deutschen Museums Digital werden gängige Verfahren wie der Streifenlichtscan sowie Workflows von der Planung bis zur Nachbearbeitung vorgestellt.
Außerdem werden Qualitätsmerkmale diskutiert, die für eine nachhaltige Nutzung von 3D-Modellen in der Forschung unverzichtbar sind.
Sessionleitung: Claus Henkensiefken (Deutsches Museum Digital)
Ort: Forschungsinstitut DM, Digitallabor – Maximal 8 Personen
11:15 - 11:45 Kaffeepause
Ort: Deutsches Museum, Auditorium
11:45 - 13:00 Session 2
Die Besitzkette eines einzelnen Sammlungsobjekts, Entstehungszusammenhänge von Beständen, die Herkunft von Daten, Quellenreferenzen… Informationssysteme, die von historisch arbeitenden Forschenden genutzt werden, können unterschiedliche Provenienzinformationen enthalten.
Zur semantischen Verknüpfung solcher (Meta-)Daten in übergeordneten Informationsinfrastrukturen werden Wissensgraphen eingesetzt, um diese ontologiebasiert in maschineninterpretierbares Wissen zu transformieren.
Diskutantinnen aus den Bereichen Povenienzforschung, Archiv (Stichwort „Provenienzprinzip“) und Ontology Engineering im Kulturerbebereich beleuchten den Begriff der Provenienz aus Blickwinkeln ihrer methodologischen Traditionen unter der gemeinsamen Herausforderung der Wissensmodellierung.
Es diskutieren:
- Oleksandra Bruns (FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur)
- Silke Jagodzinski (Geheimes Staatsarchiv, Preußischer Kulturbesitz)
- Dr. Romy Köhler (Martin Buber Society Fellow an der Hebrew University of Jerusalem)
Konzept und Moderation: Dr. Marta Koscielniak (Bayerische Staatsbibliothek, NFDI4Memory)
Ort: Deutsches Museum, Auditorium
Hybride Teilnahme möglich, Link nach Anmeldung
Im Rahmen des NFDI4Memory Incubator Funds-Projekts „Konzeption eines Workflows und zugehöriger Toolchains zur Erfassung, Verarbeitung, Zusammenführung und (Nach)Nutzung historischer Ortsdaten" findet ein Praxis-Workshop statt.
Im Mittelpunkt steht der von der AG Historische Ortsdaten entwickelte Workflow für den Umgang mit historischen Ortsdaten. Gemeinsam mit Teilnehmenden aus Forschung, Archiven, Bibliotheken und Citizen Science soll der Workflow erstmals in der Praxis erprobt und direktes Feedback für die finale Überarbeitung gesammelt werden.
Der Workshop richtet sich an alle, die mit historischen Ortsdaten arbeiten – unabhängig vom Kenntnisstand.
Wir freuen uns auf einen praxisnahen Austausch!
Sessionleitung: Tim Schubert (Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Projektbearbeitung)
Ort: Forschungsinstitut DM, Seminarraum 1 – Maximal 40 Personen
Der HISTOFOX ist unsere Wissens-, Lern- und Lehrplattform zur Förderung von Datenkompetenzen. Ob Tool-Tipp, Lehrszenario oder Lerneinheit: Hier wird Wissen sichtbar und nutzbar für die ganze Community – und wächst mit jedem Beitrag weiter.
In diesem interaktiven Mini-Workshop lernt Ihr den HISTOFOX und seine vier Inhaltsformate kennen – Artikel, Lerneinheiten, Lehrszenarios mit Forschungsdatensätzen und Tool-Steckbriefe – und probiert Euch direkt an einem Template aus.
Keine Vorkenntnisse nötig: Ihr bringt Euer Wissen mit, wir zeigen Euch, wie daraus HISTOFOX-Content wird.
Nach einer kurzen Plattform-Tour geht's in Kleingruppen direkt ans Schreiben: Stichpunkte reichen völlig, Rückfragen sind ausdrücklich erwünscht und werden im Workshop gemeinsam geklärt.
Du hast Expertise in einer digitalen Methode, kennst ein hilfreiches Tool oder verwendest einen Forschungsdatensatz in der Lehre? Genau dieses Wissen suchen wir gerade aus der Community. Der HISTOFOX wächst jetzt mit Euren Beiträgen.
Sessionleitung: Marina Lemaire (Uni Trier), Laura Döring (Uni Trier), Stefan Büdenbender (Hoschule Darmstadt), Anne Voigt (FU Berlin, online)
Ort: Forschungsinstitut DM, Seminarraum 2 – Maximal 20 Teilnehmende
Der Workshop wird parallel auch virtuell durchgeführt, die Plätze sind auch dort auf 20 Personen begrenzt, der Zoomlink wird nach Anmeldung versendet.
13:00 - 14:00 Mittagspause
Ort: Deutsches Museum, Auditorium
14:00 - 16:00 Postersession
Ort: Deutsches Museum, Auditorium
16:15 - 16:30 Verabschiedung & Ausblick
Ort: Deutsches Museum, Auditorium
Anfahrt
Deutsches Museum
Museumsinsel 1
80538 München
Deutschland

Die Veranstaltungsräume befinden sich im Sammlungsbereich (Auditorium) und im Forschungsinstitut (Seminarräume 1 & 2, Digital Labor) des Deutschen Museums.
Das Auditorium erreicht man über den Eingang des Museums. Es befindet sich im Erdgeschoss.
Die Seminarräume und das Digital Labor erreicht man über den Eingang in die Bibliothek / Archiv im Museumshof.
Zur Anfahrt zum Veranstaltungsort, siehe: Deutsches Museum
Wir raten zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da das Parkplatzangebot rund um die Museumsinsel sehr dürftig ist. Für Fahrräder stehen Parkplätze zur Verfügung (siehe Lageplan).
Anreise mit der Bahn: Vom Hauptbahnhof ist das Deutsche Museum in ca. 10-15 min mit der S-Bahn (Haltestelle Isartor), Tram 17 (Haltestelle Deutsches Museum) oder U 1/2 (Haltestelle Fraunhoferstraße) gut zu erreichen.
Öffentliche Verkehrsmittel:
Alle S-Bahnen:
- Isartor
- Rosenheimer Platz
Straßenbahn:
- Linie 16: Isartor
- Linie 17: Deutsches Museum
Bus:
- Linie 132, Corneliusbrücke
- Linie 52 und 62, Baaderstraße
U-Bahn:
- U 1 und U2, Fraunhoferstraße
Eine Übersicht des Liniennetzes befindet sich hier: Liniennetz.
Genauere Informationen zu den Fahrplänen unter https://www.mvv-muenchen.de/ oder über die MVV-App, die kostenfrei für iOS und Android-Handys zur Verfügung steht.