Handschriftenportal-Summer School 2026

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Bis zum 03.05.2026 für die Summer School vom 29.09.-02.10.2026 bewerben.

Handschriftenportal-Summer School 2026

Handschriftenforschung und ihr Weg ins Digitale. Kulturelles Erbe erschließen und als Forschungsdaten bereitstellen

Wann:  29. September bis 2. Oktober 2026
Wo: Staatsbibliothek zu Berlin | Unter den Linden 8 | 10117 Berlin
Für wen: Fortgeschrittene Master-Studierende sowie Promovierende mediävistischer Fächer
Bewerbungsfrist: 03.05.3026, als PDF an nicole.eichenberger(at)sbb.spk-berlin.de

 

Ausschreibung

Teilnahmevoraussetzungen

  • Studium eines geisteswissenschaftlichen Fachs mit mediävistischem Schwerpunkt; M.A. oder kurz vor Masterabschluss stehend
  • Erwünscht: Grundkenntnisse des Mittelhochdeutschen und des Lateinischen

Bewerbungsunterlagen

  • ein kurzes Motivationsschreiben (max. eine halbe Seite) mit Ihren Kontaktdaten
  • einen aktuellen tabellarischen Lebenslauf
  • Abiturzeugnis und akademische Abschlusszeugnisse oder Leistungsnachweise

Es werden keine spezifischen technischen bzw. IT-Kenntnisse vorausgesetzt.

Die Teilnehmenden erhalten einen Unterbringungs- und Reisekostenzuschuss.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung als pdf bis einschließlich 3.5.2026 an nicole.eichenberger(at)sbb.spk-berlin.de.  Die Auswahl erfolgt nach Qualifikation. Eine Nachricht über die Auswahlentscheidung erhalten Sie bis 8.6.2026.

 

Zum Hintergrund und Format des Kurses

Die Erforschung von Handschriften als physische Objekte hat in den letzten Jahrzehnten – ausgehend von Ansätzen wie New Philology und Material turn – einen großen Aufschwung erlebt. So wird die handschriftliche Überlieferung in mediävistischen Disziplinen heute nicht mehr nur für textgenetische Fragen herangezogen, sondern auch als zentraler Faktor für das Verständnis der Texte selbst, ihrer Verbreitung und ihrer zeitgenössischen Rezeptionskontexte wahrgenommen. Zudem ist der Zugang zu Handschriften, zumindest in Form von Reproduktionen, durch die digitale Transformation sehr viel leichter und in größerem Umfang möglich geworden. In diesem Umstand liegen zugleich immense Chancen als auch neue Herausforderungen für die Mittelalterforschung. Denn die Arbeit mit Handschriften – in analoger wie digitaler Dimension – erfordert zunächst vertiefte kodikologische Kenntnisse, die in akademischen Curricula oft nur marginal vertreten sind. Darüber hinaus ist die Handschriftenforschung inzwischen von digitalen Methoden (TEI-Codierung, automatische Texterkennung) und Infrastrukturen (Handschriftendatenbanken, Linked Open Data) geprägt, sodass ein Grundverständnis von Digital Humanities-Aspekten für eine wissenschaftliche Tätigkeit in diesem Bereich ebenfalls unabdingbar ist – ein weiterer Baustein, der in der mediävistischen Ausbildung oft fehlt. Diese beiden Desiderate werden in der Handschriftenportal-Summer School adressiert. Organisiert wird die Veranstaltung von drei am Handschriftenportal-Projekt beteiligten Institutionen, der Staatsbibliothek zu Berlin, der Bayerischen Staatsbibliothek München und der Universitätsbibliothek Leipzig, sowie dem Konsortium 4Memory der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI).

Der Kurs beinhaltet Impulsreferate zu Handschriftenkatalogisierung, Kodikologie, Paläographie und Schreibsprachenbestimmung, zum Handschriftenportal und seiner technischen Grundlage sowie zu TEI-XML-Codierung und Linked Open Data. Dazwischen liegen Phasen praktischer Arbeit mit den Originalfragmenten und mit dem Katalogisierungsmodul des Handschriftenportals. Vorträge von Fachexpert:innen aus den Bereichen Handschriftenforschung und Digital Humanities runden das Programm ab.

Detaillierte Infos zum Programm:https://blog.sbb.berlin/termin/handschriftenforschung-digital/ 
Kontakt: Nicole Eichenberger (nicole.eichenberger(at)sbb.spk-berlin.de), Ursula Stampfer (Ursula.Stampfer(at)bsb-muenchen.de), Katrin Sturm (sturm(at)ub.uni-leipzig.de).